Die Sopranistin Julia Sophie Wagner ist in München geboren aber schon seit langem in Leipzig zuhause. Sie stammt aus einer Familie, in der Musik immer eine große Rolle spielte, beruflich wie privat. Aufgewachsen vor allem in der musikalischen Tradition von Johann Sebastian Bach ist sie seinen Werken ganz besonders verbunden und machte sich als Spezialistin für seine Oratorien schnell einen Namen. 2021 wurde sie ins Direktorium der Neuen Bachgesellschaft e.V. berufen.

Kategorisierungen versucht Julia Sophie Wagner zu vermeiden. Sie fühlt sich sowohl in der Musik des Barock, als auch in den großen oratorischen Werken der Klassik und Romantik stilistisch zu Hause. Ihr Debut im Kennedy Center Washington mit Beethovens Missa Solemnis, wurde vom Washington Life Magazine zum „Kennedy Center-Event des Jahres 2014“ gewählt. Gleichzeitig interessiert sie sich sehr für zeitgenössische Musik, wobei sie insbesondere die Frage nach der Vereinbarkeit von künstlerisch- musikalischem Gehalt und unmittelbarer emotionaler Zugänglichkeit der neuen Musik beschäftigt. Die Kammermusik mit ihren besonders ausgeprägten Möglichkeiten der Kommunikation sowohl innerhalb des Ensembles als auch mit dem Publikum, und in diesem Bereich vor allem das Lied, nimmt einen besonderen Platz in ihrem Repertoire ein. In den verganenen Jahren sind auf diesem Gebiet etliche Programme und Projekte entstanden, oft gemeinsam mit dem Pianisten Eric Schneider.

Nach einigen Jahren weitgehender Abstinenz von der Opernbühne wird Julia Sophie Wagner in Zukunft auch dort wieder mehr zu hören sein; in der Spielzeit 2019/20 war sie Mitglied des Ensembles der Oper Leipzig. Seither ist sie dem Haus als Gast verpflichtet, unter anderem als Pamina in Mozarts „Zauberflöte“, sowie als Friederike in „Paradiese“ von Gerd Kühr und Hans-Ulrich Treichel, einem Auftragswerk der Oper Leipzig.

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